
von Werner Wölfle 17.11.10, 15:44 Uhr
Nur K21 ist wirtschaftlich und zukunftsoffen
Es vergeht kein Tag, an dem nicht weitere Ungeheuerlichkeiten der S21-Projektbefürworter ans Licht kommen. Mit Halb- und Unwahrheiten sollten die Bürgerinnen und Bürger für das Milliardenprojekt gewonnen werden. Auch wenn der Projektsprecher Andriof etwas anderes behauptet: Fest steht, dass die Bahnstrecke im Filstal bei K21 nicht viergleisig ausgebaut werden soll. Fest steht, dass K21 zukunftsoffen ist, weil der Kopfbahnhof mit und ohne Neubaustrecke funktioniert. Fest steht, dass alle drei Gutachter, aufgrund deren Analysen das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) gefällt wurde, an der Entwicklung von Stuttgart 21 beteiligt waren.
Entweder wurde mit zweifelhaften Gutachten oder mit falschen Behauptungen S21 als einzige Möglichkeit präsentiert. Alternativen wurden nie ernsthaft in Erwägung gezogen. Allein die Aussicht auf die kostbare frei werdende Fläche bei S21 hat die Befürworter beflügelt. Die technischen Nachteile gegenüber dem Kopfbahnhof spielten keine Rolle.
Mit der Verbreitung von unrichtigen Behauptungen von Seiten des Projektsprechers muss endlich Schluss sein muss. Die Taktik, die Bevölkerung zu verunsichern, wird nicht aufgehen. Die Bürger nutzen die Schlichtungsverhandlungen, sich zu informieren und zeigen ihren Protest bei den Demonstrationen gegen S21.
Sven Anderson, Dipl.-Ing. (RWTH) und Fachmann für Hochgeschwindigkeitsverkehr, hat die Neubaustrecke (NBS) nach Ulm kritisch betrachtet. Auch er kommt zu dem Ergebnis, dass S21 ohne die NBS keinen Sinn macht. So, wie sie sich darstellt, sei die NBS fahrdynamisch ungeeignet. Keine Eisenbahn der Welt würde freiwillig eine so ungünstige Trasse wie die Strecke von Wendlingen nach Ulm bauen. Prof. Andersen stellt seine kritischen Aspekte zur Neubaustrecke Wendlingen - Ulm und Stuttgart 21 am Montag, 22.11. um 20 Uhr im Großen Saal im Rathaus vor.
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