
von Dr. Michael Kienzle 02.05.11, 12:22 Uhr
Park von der Tankstelle befreien
Der Stadtgarten ist die grüne Lunge für einen großen Teil der Innenstadt. Jetzt bietet sich die Gelegenheit, diesen Park von der angrenzenden Tankstelle zu befreien und einen großen Schritt in Richtung Revitalisierung zu machen, denn im nächsten Jahr kann der Erbpachtvertrag für das Gelände in der Kriegsbergstraße 55a beendet werden. Wir sind der Ansicht, dass diese Chance genutzt werden und der Vertrag definitiv beendet werden muss. Denn eine Tankstelle passt weder in den Stadtgarten, noch zur angrenzenden Gaststätte und auch nicht zum gegenüberliegenden Klinikum. Der Stadtgarten verdient eine gründliche Sanierung, damit er seinem Namen, ein Garten für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt, wieder gerecht wird.
Für den Bezirk Mitte wird die Grünanlage immer wichtiger. Die Bevölkerung braucht im Großstadtdschungel der Baustellen für die Frischluft und zur Erholung dringend ihre Parks und Anlagen. Voll gestopft mit Interimsbauten und disparaten Einrichtungen wurde die Fläche besonders vom Land mehr und mehr zweckentfremdet und als Park von allen Seiten bedroht: Nach dem Geschmack der Zeit wurde viel zubetoniert. Das Land baute einen provisorischen Hörsaal, stellte immer wieder Container auf und begann ohne Absprache und Gesamtplanung, die Fläche an den beiden Universitätshochhäusern zu sanieren. Die Wasserspiele, die auf der Homepage der Stadt fröhlich vor sich hinplätschern, führen den größten Teil des Jahres ohne Wasser ein eher tristes Dasein.
Der kleine Bruder des Schlossparks musste schon viel über sich ergehen lassen. Wir haben immer wieder auf die Bedeutung dieser innerstädtischen Grünfläche für die dortigen Hochschulen, das Klinikum und die Anwohner hingewiesen. Die jetzt geplanten Pflegemaßnahmen können ein erster Schritt für die dringend notwendige Umgestaltung des kleinen Parks sein.
Ich sags mal mit der in der letzten Zeit wieder und wieder für mich persönlich wahrgenommen Grünen-Einstellung: DAGEGEN!
Zum einen ist die Tankstelle vom Stadtgarten her kommend nicht störend, zweitens freue ich mich, mich dort mit Getränken und Speisen versorgen zu können, wenn ich mich für ein paar Stunden in die Sonne legen möchte im Stadtgarten, dazu ist es der nächstgelegene Ort für das Grenzgebiet Stuttgart-West/Nord, um sich auch sonntags mit Zeitungen zu versorgen und zu guter letzt, auch wenn ich selbst kein Auto habe, gönne ich Autofahrern die Möglichkeit in der Innenstadt zu tanken…
Lieber Hubert Mayer,
in diesem Fall sind die Grünen nicht GEGEN sondern FÜR einen schönen Stadtgarten. Um den Stadtgarten wiederzubeleben und zu einem echten Erholungsraum werden zu lassen, passt in unseren Augen keine Tankstelle an diesen Ort. Was hat eine Tankstelle mit einem Park oder dem Klinikum zu tun? Sicher wenig. Wir würden heute auch nicht auf die Idee kommen, in den Schloßgarten eine Tankstelle setzen. In der Innenstadt gibt es zahlreiche weitere Möglichkeiten zu tanken, etwa in der Katharinenstraße, der Bebelstraße oder der Cannstatter Straße. Der Wegfall der Tankstelle wäre an dieser Stelle auch nicht das finale Wort. Ein Kiosk für die Morgenzeitung und die Grundausstattung für einen Tag im Stadtgarten wäre denkbar.
Herzlich
Michael Kienzle
Naja, so gesehen passt auch die hässliche Uni und die Unibibliothek nicht in den Stadtgarten… und den Park jetzt künstlich um das Restaurant herumbauen, finde ich auch eher eine seltsame Idee - wobei es für die Besucher sicher schön wär.. Bebelstrasse? Soll die nicht auch abgerissen werden im Zuge der Neubebauung des Olgaareals? Oder liege ich da grade falsch mit den Richtungen?
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