
von Werner Wölfle 12.10.09, 15:23 Uhr
Mehr Kundenfreundlichkeit und Sicherheit bei SSB
Busse und Bahnen werden zum Jahresanfang wieder teurer, aber Komfort, Kundenfreundlichkeit und vor allem Sicherheit lassen bei der SSB zu wünschen übrig. Unser Vorschlag, die Preise um höchstens 1,9 Prozent zu steigern, wurde im Frühjahr abgelehnt. Bei der Erhöhung von 2,4 Prozent müsste aber auch eine deutliche Qualitätsverbesserung drin sein. Erst wenn alle Bürger lieber in den Bus oder in die Bahn steigen und das Auto stehen lassen, wird es mit dem Luftreinhalteplan vorwärts gehen. Der Ausbau des ÖPNV als umweltschonende Alternative zum Auto und damit die Vermeidung von Lärm und Dreck ist eines unserer wichtigsten Ziele. Komfort, Sicherheit und pünktlicher Transport gehören unbedingt zu einem attraktiven Angebot dazu.
Schüler und Spaziergänger beschweren sich über überfüllte Busse, die etliche Haltestellen nicht mehr bedienen können. Oder es sind schon zwei Kinderwägen im Bus, so dass ein dritter samt Begleitung auch im Regen stehen bleibt. Aufzüge und Rolltreppen werden oft nur nach langer Zeit repariert, so dass auch keine Rede von barrierefreiem Zugang sein kann. Und schließlich sind einige Fußgängerüberwege an den Haltestellen regelrechte Unfallschwerpunkte, an denen es häufig zu Personenunfällen kommt, sogar mit tödlichem Ausgang wie am Olgaeck.
Die Sicherheit im ÖPNV muss zu jeder Tageszeit gewährleistet sein. In anderen Städten wurde erfolgreich die Personalpräsenz verstärkt, die das subjektive Sicherheitsgefühl des Einzelnen verbessert und sich als wirksame Prophylaxe gegen rücksichtslose und gewaltbereite Mitfahrer erwiesen hat.
Zu einem modernen ÖPNV gehört neben dem reinen Personentransport auch der Transport von Rollstuhlfahrern, Kinderwägen und Fahrrädern. Auch der weniger geübte Radfahrer soll die Möglichkeit haben, ins Zentrum mit dem Rad und nach Hause mit der Bahn zu fahren.
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