Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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Schulentwicklung mit Konzept

von Vittorio Lazaridis 22.11.11, 13:17 Uhr

Grüne: Schule ist mehr als Gebäude verschieben
Vor einigen Wochen schlug das Telefonbuch „Schulentwicklungsplan“ auf den Schreibtischen von Gemeinderäten, Schulleitern und Eltern ein. Scheinbar wahllos, ohne Kenntnisse von pädagogischen Konzepten einzelner Schulgemeinden, wurden Klassenräume und Schularten auf dem Stadtplan herum geschoben. Der Proteststurm von Eltern, Lehrern und Bezirken war heftig. Die Pläne der Verwaltung ignorierten glattweg die neue Schulform der Gemeinschaftsschule. Gemeinschaftsschulen sind sozial gerechte Schulen. Sie ermöglichen längeres gemeinsames Lernen, Schülerinnen und Schüler werden nach ihren individuellen Voraussetzungen gefördert, ohne sie in ein Raster zu stecken. Diese neue Form der Ganztagsschule legt Wert auf Selbstlernprozesse und das Arbeiten in Lerngruppen. Die Schulen bieten alle Bildungsabschlüsse an, beginnen in der ersten Klasse und können bis zum Abitur führen. Und: Kinder können nicht „Sitzenbleiben“. Gemeinschaftsschulen sind keine Luftschlösser, in Modellversuchen wird diese Schulform bereits gelebt und besonders Stuttgarter Grundschulen fehlt vielerorts nur das Schild an der Tür. Der große Aufholbedarf hin zur innovativen Schule beginnt ab Klasse 5. Die ersten Gemeinschaftsschulen sollen im Schuljahr 2012/13 an den Start gehen. Auch Stuttgarter Schulen könnten dabei sein, die Vorbereitungen laufen bereits: die Grund- und Hauptschule Stammheim, die Altenburgschule, die Körschtalschule, die Heusteigschule, die Friedensschule gemeinsam mit der Schwabschule und die Grund- und Werkrealschule Ostheim sind bereits sehr weit und wurden vom Schulentwicklungsplan regelrecht überfahren. Mit einem gemeinsamen Prüfauftrag wollen Grüne, SPD und SÖS/Die Linke nun der Bewegung „von unten“ den Rücken stärken und das Thema in die kommunale Schulverwaltung heben. Von alleine kommt sie scheinbar nicht auf die Idee.

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