Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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Mangelhaft – nicht versetzt!

von Vittorio Lazaridis 07.06.11, 17:37 Uhr

Schulentwicklungsplan ist ergänzungsbedürftig
Der neue Schulentwicklungsplan liegt auf dem Tisch – und bestätigt die meisten Befürchtungen. Die Pläne der Schulbürgermeisterin sind nicht zukunftsfähig. Schulpädagogische Konzepte und Zukunftsüberlegungen kommen auf den 289 Seiten plus Anhang nicht vor. Es werden nur die Schulgebäude betrachtet. Was sonst noch im Stadtteil im direkten Umfeld der Schule für Ressourcen vorhanden sind, wie Horte, Jugendhäuser etc. findet keine Beachtung Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass vor Ort andere, zukunftsfähige Lösungen mit neuen schulpädagogischen Konzepten für eine funktionierende Ganztagsbetreuung gebraucht werden. Zusammen mit den Schülern, Lehrern und Eltern werden wir schauen, was an den verschiedenen Standorten im Bildungsbereich notwendig ist. Dann kann aus dem Plan tatsächlich ein sinnvolles „gigantisches Investitionsprogramm“ werden.
Bisher beschäftigt sich der Schulentwicklungsplan lediglich mit Räumen und Gebäuden. Statt zukunftsfähige Schulen mit dem entsprechenden Raumangebot zu verknüpfen, werden sauber getrennte Realschulen und Hauptschulen geplant. Damit wird die Trennung entgegen den Trends weiter verschärft. Große Schulgebäude werden gerade mit viel Geld saniert. Hier würde sich die Chance bieten, die baulichen Voraussetzungen für die Zusammenlegung von Realschul- und Gymnasialklassen zu schaffen, wie sie an einigen Schulen schon überlegt werden. Der vorgelegte Schulentwicklungsplan ist hier ergänzungsbedürftig.
Unser Schulsystem bietet zu wenige Chancen für Übergänge zwischen den Schularten. Das kann durch Verknüpfung verbessert werden, am besten unter einem Dach. Ein Blick in den Sozialdatenatlas würde hier weiterhelfen. Die Gemeinschaftsschule wird ein weiteres Instrument der neuen baden-württembergischen Landesregierung sein, um allen Kindern bessere Ausgangschancen zu geben.

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2 Kommentare

1 Petra Leitenberger | 19.06.11, 16:11 Uhr

Der Schulentwicklungsplan ist kein Plan, der etwas weiter entwickelt, sondern nur eine Verwaltung des Schulbestands und der zu erwartenden Schülerzahlen.
Im Fasanenhof gibt es eine Wohnanlage für Familien mit einem behinderten Familienmitglied und es gibt eine Behindertenwerkstätte; - würde es sich da nicht anbieten hier eine Schwerpunktschule für Inklusion auszuweisen und ein neues Schulmodell mit speziell ausgerichtetem Unterrichtsprogramm zu entwickeln? Obwohl die dortige Hauptschule aufgelöst wird gibt es im Schulentwicklungsplan keine weiterführende Überlegungen für die Ganztagesgrundschule!

2 Vittorio Lazaridis | 20.06.11, 14:02 Uhr

Liebe Petra Leitenberger,
vielen Dank für die richtigen und wichtigen Gedanken. Neben der reinen Schulraumverwaltung zeigt der Schulentwicklungsplan auch kein Interesse an den landespolitischen Veränderungen und den neuen Möglichkeiten in der Bildungspolitik. Die Grüne Fraktion lädt zu einer Veranstaltung zu diesem Bildungsthema ein: am 28. Juni 2011, um 19:30 Uhr im kleinen Sitzungssaal im Rathaus. Dabei ist auch Siggi Lehmann, grüner Vorsitzender des Bildungsauschusses im Landtag.
Herzlich
i.A. Julia Ebling

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