
von Jochen Stopper 25.01.11, 11:04 Uhr
Eingliederungsmaßnahmen für Arbeitslose erhalten
Die Sozialunternehmen in Stuttgart haben in Sachen Ein-Euro-Job bisher einen guten Job gemacht. Sie haben den Langzeitarbeitslosen die vielleicht einzige und letzte Chance geboten, sich auf dem ersten Arbeitsmarkt einzugliedern. Damit darf jetzt nicht Schluss sein. Wir wollen verhindern, dass die Agentur für Arbeit die Eingliederungsmaßnahmen gefährdet. Grund für die geplante Maßnahme ist ein Prüfbericht des Bundesrechnungshofs, der die Eingliederungsstrategien kritisiert.
Wir sind dafür, dass alle Fraktionen des Gemeinderats in ihrer nächsten Sitzung eine Resolution gegen die Anweisung der Agentur verabschieden. Auch würden wir gerne wissen, wie dies in anderen Städten gehandhabt wird? Kommt da die Arbeitsagentur auch zu diesem Ergebnis oder hat es in Stuttgart etwas damit zu tun, dass die Stadt ab 2012 das Jobcenter alleine verwalten will?
Tatsache ist, dass die Finanzierung zahlreicher Ein-Euro-Jobs in Gefahr ist. 550 Jobs stehen bei der Caritas und der Neuen Arbeit besonders im Bereich der Dienstleistungen im Haushalt oder Garten auf der Kippe. Bei aller Kritik sind sie ein wichtiger Baustein aktiver Arbeitsmarktpolitik. Wer sich an einem Arbeitsplatz bewährt hat, wird vielleicht auch mal übernommen. Und ebenso wichtig, alle Arbeitsplätze dieser Art schaffen
einen Mehrwert für die Allgemeinheit, mehr wert als teilweise fragwürdige Fortbildungsmaßnahmen. Der Arbeitslose fühlt sich wertgeschätzt und gebraucht. Das Jobcenter hat sich erfolgreich bemüht, intelligente Maßnahmen für Langzeitarbeitslose anzubieten, die einen realen Bezug zum Arbeitsmarkt haben. Die Langzeitarbeitslosen können hier wieder lernen, einer geregelten Arbeit nachzugehen. Nebenbei können sie auf legale Weise ihre Bezüge etwas aufbessern. Auch für sie muss gelten, dass derjenige, der mehr arbeitet auch mehr haben soll.
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