Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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Kultur: Nicht noch weniger Geld

von Andreas G. Winter 01.12.10, 16:36 Uhr

Keine Schwächung der Freien Tanz- und Theaterszene
Die Freie Tanz- und Theaterszene zieht aus. Raus aus dem TREFFPUNKT Rotebühlplatz, hin in die Stuttgarter Theater und Locations. Auf eigenen Wunsch und nicht, weil das Engagement der Partner schlecht gelaufen wäre. Kein Undank, aber nicht jede gut gedachte Konstellation muss ewig sein. Bisher stehen dieser Szene der Robert-Bosch-Saal im TREFFPUNKT Rotebühlzentrum und damit Sachmittel in Höhe von € 90.000 sowie die Betreuung durch den Kulturauftrag mit zwei Stellen im Bereich der Volkshochschule (vhs) zu, in EURO rund noch einmal 90.000. Die ersten 90.000 in den Innovationsfond, als Übergangslösung völlig in Ordnung - aber die zweite Hälfte? Welch ein Segen für die Stadt, dachten da CDU und die Verwaltung, die gleich die zwei Stellen, die bei der vhs nun wegfallen, in besagtes Geld umwandelte und dieses auf den freien Markt warf. Das entspräche einer saftigen Kürzung der Mittel für die Freie Szene.
Dem „JES“ (Junges Ensemble Stuttgart) soll es zukommen, so der Antrag der CDU und die Gemeinderatsdrucksache. Für die wollten die Grünen ja auch was und dagegen kann ja wirklich keiner was haben. Das stimmt ja auch zum Teil. Denn wir haben schon vor der Sommerpause beantragt, dass eine befristete Technikerstelle beim JES weitergeführt wird und sehen dies als absolut notwendig an. Mit Preisen wohl bedacht und jetzt sogar nach Berlin eingeladen, braucht das JES diesen Mitarbeiter weiterhin. Aber nicht auf dem Rücken der Freien Szene. Die braucht nämlich auch eine Bühnentechnik und Mittel für Öffentlichkeitsarbeit und Koordination. Auch an anderen Orten oder vielleicht jetzt erst recht. Man erinnere sich: Kulturschaffende und Institutionen gegeneinander auszuspielen klappte auch in den Haushaltsberatungen mit uns nicht. Die Solidarität ist ungebrochen, auch unsere zur Kultur. Das soll auch so bleiben.

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