Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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Innehalten - Schwarzer Donnerstag für Stuttgart

von Werner Wölfle 05.10.10, 15:26 Uhr

Die Projektbefürworter von S21 haben am Tag X mit aller ihnen zur Verfügung stehenden Macht ihren Konfrontationskurs verschärft. Erschüttert und tief betroffen protestieren wir aufs Schärfste gegen dieses Vorgehen. Seit Monaten fordern wir ein Innehalten, um unnötige Eskalationen zu vermeiden. Wir appellieren an die Befürworter, endlich in die Diskussion ohne Emotionen einzusteigen.
Die Parlamente haben in Unkenntnis vieler Fakten über die wahren Kosten und Risiken dieses Projekt abgestimmt. Wir wollen wie Herr Grube, dass die Fakten auf den Tisch kommen. Dazu bedarf es einer Pause. Warum musste gleich am ersten Tag der Park gestürmt werden? Wer wie bisher jede Form der Provokation nützt, scheint an Gesprächen wirklich nicht interessiert zu sein. Wer Bagger und Säge, geschützt durch tausende von Polizisten, auffährt, will keine Gespräche.
Bis jetzt gab es keine ernsthaften Gesprächsangebote von Mappus und Co. Sie zeigten zu keinem Zeitpunkt, dass sie den Gegnern irgendwie - und sei es auch noch so minimal - entgegenkommen wollten. Mit dem vermeintlichen Rückhalt einer Kanzlerin, die ihn vordergründig unterstützt, glaubt sich Mappus auf der sicheren Seite. Seine Antwort beschränkt sich auf Bagger und Wasserwerfer, um möglichst schnell Tatsachen zu schaffen. Die Verhältnismäßigkeit der Mittel war zu keinem Zeitpunkt gegeben. Kastanien gegen Wasserwerfer und Pfefferspray. Vermummte Polizisten gegen friedliche Schüler. Warum wurde mit dieser Härte gegen eine genehmigte Schülerdemonstration vorgegangen? Die Bilder zeigen, dass die Eskalation nicht von den Demonstranten ausging. Wo sind die Bilder von der Gewalt der Demonstranten?
Die Bahn spricht den Gegnern das Demonstrationsrecht ab. Sie sollte in Sachen demokratische Grundrechte besser beraten sein und endlich ein ernsthaftes Zeichen setzen, dass sie den Widerstand gegen das Projekt ernst nimmt und nicht diffamiert.

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