Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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Für die jungen Köpfe

von Thekla Walker 17.10.11, 14:59 Uhr

Grüne: Gute ErzieherInnen wachsen nicht auf Bäumen
Die neue Kindertagesstättenverordnung – oder kurz KitaVO – tritt ab September 2012 in Kraft. Das Wortungetüm hat erhebliche Auswirkung auf die Finanzierung und Personalausstattung der Kindertagesstätten in Baden-Württemberg. Auch in Stuttgart: Bis 2012 sind 133 Stellen für die 406 bestehenden Kindergruppen zu besetzen. Zusätzlich haben sich Stuttgarts Kindergärten erfolgreich für das Bundesprogramm „Frühe Chancen“ beworben, das die Sprachförderung in Kitas mit besonders vielen Kindern aus Migrantenfamilien fördert. 37 zusätzliche Fachkräfte sollen die Kinder in Deutsch fit machen. Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen? Die wachsenden Bedürfnisse und Ansprüche von Kindern und Eltern an Qualität und Quantität der Kinderbetreuung machen gute Erzieherinnen und Erzieher zu einem raren Gut. Entsprechende Hege und Pflege ist notwendig, Fortbildungsmaßnahmen sind unumgänglich, um Qualität zu erzielen und zu halten. Personalgewinnung muss sich verschiedenster Instrumente bedienen: Mehr Werbung, bessere Förderung männlicher Erzieher, mehr Anerkennungspraktika, um nur einige zu nennen. Doch das kostet Zeit und Geld. Ein weiteres Sorgendkind ist die Kinderarmut. Bedrohten Kindern verbaut sie bereits in frühen Jahren jeden Ansatz auf gleiche Startchancen ins Leben. Die neuen Kinder- und Familienzentren sollen dieses Risiko ausgleichen. 25 Kindertagesstätten mit einer großen Zahl Kindern aus Bonuscard-Familien werden zu diesen Zentren weiterentwickelt. Die Mitarbeiter richten den Blick auf die gesamte Familie. Sie erziehen nicht nur die Kinder, sondern nehmen auch die Eltern in die Pflicht, um den Start in die Bildungskarriere so gut wie möglich zu gestalten. Auch das kostet Zeit und Geld. Dem Jugendamt wurden nun auf Antrag der Grünen und der SPD die notwendigen Mittel für diese Zukunftsaufgaben in die Hand gegeben.

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