
von Anna Deparnay-Grunenberg 31.05.11, 11:12 Uhr
Schützen wir den Wald
Was wäre die Welt ohne Wald? Diese Frage stellt sich das Internationale Jahr der Wälder 2011 und der Umweltaktionstag. Stuttgarts Lage zwischen Hügeln und Wäldern lockt zum Joggen in den Abendstunden und Ausflügen am Wochenende. Wald ist immer da, oder nicht? Schaut man über die Grenzen, sind große Waldgebiete allen voran die Regenwälder rund um den Äquator in großer Gefahr. Der Stadtwald Stuttgart bietet uns im Kleinen ein ausgeglichenes Mikroklima, ist Heimat vieler Arten und wichtiges Erholungsgebiet für stressgeplagte Städter. Im Großen, auf globaler Ebene, leistet dies die Regenwälder. Ohne sie ginge uns allen die Puste aus. Doch die wichtigen Biotope sind in Gefahr. Täglich verschwinden riesige Waldflächen, um für Rinderfarmen und den Sojaanbau Platz zu schaffen. In den letzten 40 Jahren wurde nur für die Rinderzucht eine Fläche von 645.000qm2 abgeholzt, das entspricht der Größe Frankreichs. Weder das Holz, noch das Rindfleisch oder die riesigen Mengen an Soja sind für die Menschen vor Ort gedacht. Die Produkte gehen auf den Weltmarkt und damit zu den Konsumenten in Deutschland. Gerade dies gibt jedem Einzelnen ein Werkzeug, um den Kahlschlag im fernen Regenwald zu verringern. Muss es der Kaffee „to go“ sein? 6 Mrd. Pappbecher landen jährlich in Deutschland auf dem Müll. Beim Einkauf von Toilettenpapier, Schreibheften, TetraPaks und Gartenmöbeln lohnt es sich, auf Recyclingpapier oder das FSC-Siegel zu achten. Den persönlichen Fleischkonsum hat jeder selbst in der Hand. Das Rindersteak von der Schwäbischen Alb schmeckt genau so gut, wie aus Argentinien oder Brasilien. Wer dazu einmal die Woche in der Kantine zum vegetarischen Gericht greift, leistet einen aktiven Beitrag zum Waldschutz. Leckere vegetarische Speisen finden Sie am 4. Juni am Stand der Grünen auf dem Schlossplatz.
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