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Cannstatter Wasen

von Andrea Münch 20.10.11, 09:34 Uhr

Etwas ruhiger in Zukunft
Der Cannstatter Wasen und das Frühlingsfest sind feste Größen im Veranstaltungskalender der Stadt und ziehen Besucher weit über die Stadtgrenzen hinaus an. Leider steigt mit jedem Jahr der Lärmpegel in den Festzelten. Inzwischen ist es so laut, dass sich sogar die Schausteller beschweren. Es macht keinen Spaß mit Familie oder Freunde zwischen Buden, Zelten und Fahrgeschäfte umherzuschlendern – eine Unterhaltung ist vollkommen unmöglich. Diesjährige Lärmmessungen gingen in Richtung Dauerbeschallung per Rockkonzert und bedeuten für alle, ob nun Beschäftigte oder Gäste vor allem Stress. Die Schausteller hatten bisher Sorge, dass das neue Wohngebiet im NeckarPark ein Problem für die Wasen und die dortigen Veranstaltungen werden könnte. Jetzt lärmt der Wasen sich selbst zu viel. Die Anwohner im Veielbrunnengebiet könnten bereits gegen die Lärmbelastung klagen. Sie würden wohl Recht bekommen. Der Wasen gehört jedoch zu Bad Cannstatt wie der VfB zu Stuttgart. Er ist Teil unserer städtischen Identität. Andere Städte machen vor, wie sich die Lärmbelastung bei Volksfesten einschränken lässt. Auf dem Münchner Oktoberfest werden die Verstärker in den Festzelten einfach ab einer bestimmten Lautstärke abgeregelt. Die Technik wird von der Stadtverwaltung eingebaut und kann nicht manipuliert werden. Bisher erreichen uns keine Meldungen, dass es in den Zelten auf den Wiesn zu leise zugehen würde. Im Gegenteil: wenn es nicht so laut ist, bleiben die Gäste auch gerne länger. Die Lösung könnte also allen Nutzen: Anwohnern, Schaustellern und Besuchern. Wenn jetzt auch der Weg zwischen Bahnhof Bad Cannstatt, Wasen und dem angrenzenden Veielbrunnengebiet nicht mehr für die Erledigung dringender Bedürfnisse in Hofeingänge und Vorgärten missbraucht wird, steht weiteren Festen auf dem Wasen nichts mehr im Weg.

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